Dezember

Der Dezember (Christmonat/Julmond) ist nach dem römischen Kalender der 10. Monat (lat. "decem" - zehn) und seine Runenzeichen sind FEHU (1. Monatshälfte, Vollmond) und ODALA (2. Monatshälfte, Schwarzmond). Wer im Dezember geboren wurde, ist vom Tierkreiszeichen her entweder Schütze oder Steinbock. Kommen wir nun aber zu den traditionellen Festen im Dezember:

1. Dezember: Im alten Griechenland feierte man am 01.12. das Fest des Meeresgottes Poseidon. Um die Kraft des Wassers zu erleben, kann man daheim ein ausgiebiges Bad nehmen. In Rom jedoch verehrte man an diesem Tag die Erdgöttin und Hüterin der weiblichen Fruchtbarkeit, Bona Dea. Ihr Fest wurde ausschließlich von Frauen gefeiert - an den Ritualen durften nicht einmal männliche Haustiere teilhaben. Heutzutage kann man diesen Tag mit seinen liebsten Freundinnen verbringen, sich ganz frei und ungebändigt fühlen, und endlich mal wieder ganz man selbst sein.

2. Dezember: Die Japaner verehren an diesem Tag alle Schutzgöttinnen der Handwerker. Man sucht sich ein entsprechendes Werkzeug aus, das zu dem paßt, was man gerne tun würde und legt es auf seinen Altar. Dazu wird eine goldglänzende Kerze angezündet.

6. Dezember: Okay, der Nikolaustag ist kein Hexenfest, aber ich bin mir sicher, daß trotzdem viele (insbedondere die Hexleins unter uns mit eigenen Kindern) diesen Tag feiern. Nikolaus war Bischof von Myrna, christlicher Heiliger und Patron der Kinder und vieler Berufszweige. Heutzutage ist es ganz normal, seinen Kindern aber auch guten Freunden ein kleines Geschenk - oft auch viel zu viele Süßigkeiten - zu machen.

7. Dezember: Am 07.12. ist das Fest der Demeter. Sie ist die griechische Göttin des Getreides, der Landwirtschaft und des Wachstums. Im alten Griechenland wurden Festspiele abgehalten, bei denen verschiedene Arbeiten, wie das Pflügen oder Säen, dargestellt wurden.

8. Dezember: An diesem Tag gedenkt man der Toten, die durch Krieg, Mord oder Selbstmord umgekommen sind und schickt ihnen gute Gedanken. In Ägypten feierte man nämlich am 08.12. das Fest der Göttin Neith, der Kriegsgöttin, aber auch der Beschützerin der Toten.

10. Dezember: Im alten Rom feierte man an diesem Tag das Fest der Göttin der Freiheit, Liberta. Für manch einen war dies gewiß ein Anlaß, sich politisch zu engagieren.

12. Dezember: Am 12.12. ist in Schweden das Lucia-Fest, an dem das ganze Haus mit lecker duftenden und erwärmenden Bienenwachskerzen geschmückt wird.

14. Dezember: 1503 wurde der frz. Arzt und Prophet, Nostradamus (starb im Jahre 1566) an diesem Tag geboren.

16. Dezember: Und schon wieder ein Festtag aus dem alten Rom. Diesmal das Fest der Sapientia, der Göttin der Weisheit. Ihr zu Ehren könnte man sich heute z.B. in ein philosophisches Buch vertiefen.

17. Dezember: Im alten Rom begannen an diesem Tag die Saturnalien, ein mehrere Tage dauerndes Fest zu Ehren von Saturn, dem Gott der Saaten und der Fruchtbarkeit. Diese Feiern waren unserem Karneval recht ähnlich, da die Gesellschaftsordnung kräftig auf den Kopf gestellt wurde. Auch wir können uns unserer anarchistischen Qualitäten besinnen, wie sie einer Hexe gemäß sind.

19. Dezember: An diesem Tag feiert man zu Ehren von Ops, der römischen Göttin der Saat, der Ernte und der Überfülle mit regelrechten Orgien ein Frauenfest.

21. Dezember: Etwa zwischen dem 21. und 23.12. feiern wir Yul bzw. die Wintersonnenwende. Da es dazu hier im Buch der Schatten aber gewiss schon mindestens einen Artikel gibt, halte ich mich hier kurz. An diesem Tag der Sonnengöttin Lucina wird die Wiedergeburt der Sonne, des Lichts gefeiert. Dies ist der kürzeste Tag, bzw. die längste Nacht im Jahr. Früher wurden weibliche weiße Tiere geopfert, deren Fleisch auf Zweige gespießt und mit bunten Bändern geschmückt wurden. Heute schmücken wir an diesem Tag unsere Häuser mit Efeu oder Mistelzweigen um die Sonne und das Glück anzuziehen.

24. Dezember: Heute ist Heiliger Abend, die Geburt Jesu Christi und das Fest der Liebe.

25. Dezember: Heute beginnen die 12 Raunächte, auch bekannt als das Fest der Frau Holle. Die Raunächte symbolisieren das gesamte Jahr und geben uns die Gelegenheit uns auf das kommende Jahr einzustimmen. Es heißt, daß Frau Holle in dieser Zeit durchs Land reist, um die Menschen zu beobachten und - wie im Märchen - die Guten zu belohnen und die Schlechten mit Pech zu bestrafen.

31. Dezember: In der Antike wurde zu Ehren der römischen Göttin Vesta ein Herdfeuer entzündet. Ähnlich feiern wir heutzutage unser Silvester, die traditionelle Neujahrsnacht. Wir böllern und schießen Raketen ab - was ursprünglich dazu diente, Dämonen auszutreiben - und schauen - mehr oder weniger erfolgreich - anhand von Orakeln (z.B. Bleigießen) in unsere Zukunft.

 

Quelle: Frau Moh/ Alexandra

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok