Kallynteria & Plynteria 19.+28.05

Diese Feiern (am 19. und 28. Mai) der dianischen Tradition sollten eine gemeinschaftliche Stimmung der Besinnlichkeit und Einkehr fördern und wurden eher in feierlichem Ernst begangen als gefeiert.

Am sechsten Tag der dritten Phase der Thargelien führte man geheime Riten aus, die Priesterinnen trugen die geweihte Statue der Göttin vom Tempel zum Wasser (zum Meer, einem See, Bächen oder Flüssen) und wuschen sie, um durch diese rituelle Waschung das heilige Bildnis mit dem lebensspendenden Element Wasser zu verbinden. Oft verhüllten die Priesterinnen das geweihte Bildnis oder sperrten den ganzen Tempelbereich mit Seilen ab.

Beim Plynteria wurde Pallas Athene aus ihrem Tempel geholt, gewaschen und mit frischer Farbe versehen oder mit neuen Juwelen geschmückt. Diese Praxis setzte sich auch in den privaten Haushalten fort, wo alle Schreine und Altäre sowie der Rest des Hauses, gesäubert und erneuert wurde. Es ging darum, das Alte hinauszuwerfen, um Platz für das Neue zu schaffen.

 

Quelle: Frau Moh/ Alexandra