Diasia 14.03.

Diasia - Festival zur Vertreibung der Armut

Diasia war ein düsteres, furchterregendes Frauenfest der dianischen Tradition - eine Zeit der Exorzismen, magischen Verwünschungen, Reinigungsrituale und Buße für schlechte Taten, die innerhalb der eigenen Abstammungslinie begangen worden waren.

In der Nacht des 14. März pilgerten die Mitglieder der Gemeinde zum Tempel der Großen Schlangengöttin Ua Zit, wo sie der Kobrakönigin Speisen opferten, um Armut und Krankheit aus ihrem Leben zu verbannen.

In der Alten Religion wurde Ua Zit angerufen und gefüttert, indem man Gerste für die Unterwelt auf die Erde streute. Als der olympische Gott Zeus Meilichos diese Praktiken eine nach der anderen durch seine eigenen verdrängte, waren die Veränderungen jedoch niemals so tiefgreifend und vollständig, daß das einfache Volk nicht ihren wahren Charakter hätte begreifen können. So pilgerten die Leute weiterhin zum Schrein der Kobrakönigin. Als schließlich das Fleischessen eingeführt wurde, opferten sie Ferkel und führten weiterhin Reinigungsrituale durch, bei denen sie Feuer und Schwefel zum Ausräuchern benutzten, um so alle Krankheiten zu vertreiben.

Auf diese Weise trieb man alles Kranke aus und hoffte, die Kobrakönigin würde für ein weiteres Jahr für das Wohlergehen der Gemeinde sorgen.

 

Quelle: Frau Moh/ Alexandra