12 Rauhnaechte 25.12. - 05.01.

Nach dem Fest der Wintersonnenwende folgen die zwölf Raunächte, in denen, nach altem Glauben, Wotan die alljährliche wilde Jagd mit den Geistern der Verstorbenen abhielt und das wütende Heer oder die wilde Jagd über den Himmel zieht.

Je nach Deutung handelt es sich hierbei um den Gott Wotan mit seinen Einherjern oder um die Göttin Frau Holle mit ihrem Gefolge. Fest steht, dass es sich bei diesem Heer um die Seelen von Verstorbenen/Ahnen handelt.
Für Wotans Pferd Sleipnir wurde von den Germanen Nahrung vor die Tür gestellt.
Die zwölf Tage sind ein Symbol für den Ausgleich zwischen den Sonnen- und dem Mondkalender. Diese Tage gehören weder zu dem alten noch den neuen Jahr.
Die Träume in den zwölf Nächten geben die Ereignisse der nächsten zwölf Monaten wieder. Jede Nacht steht für eine Monat. Um sowohl die Zeit zu erleichtern als auch die Träume positiv zu beeinflussen beschenkten sich die Menschen gegenseitig.
Gleichzeitig war das Fest eine zwölftätige Friedenszeit. Die Germanen wollte ihre Täume nicht von Trauer, Streit, Krieg und Tod beherrschen lassen.
Die Germanen schmückten ihr Haus mit immergrünen Zweigen, denen man schützende und heilende Kräfte zuschrieb. Es wurde das Julfeuer angezündet, welches 12 Tage lang brannte. Ein Holzscheit wurde aufbewahrt, mit dem im nächsten Jahr wieder das Julfeuer entzündet wurde.

Die zwölf Raunächte symbolisieren auch das gesamte Jahr, wobei jede Nacht einem bestimmten Monat und dem entsprechenden Tierkreiszeichen zugeordnet wird.

Der Beginn der Raunächte ist übrigens am 25. Dezember, das Ende am 5. Januar.

Die Göttin hingegen tritt in die mystische Wandlung ein. Sie durchlebt eine Metamorphose, die dem Ablauf der Jahreszeiten entspricht. Von der dunklen alten wird sie bis zum nächsten fest im Frühling wieder zum jungen Mädchen.

 

Quelle: Frau Moh/ Alexandra

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