Eisenhut (giftig)

lat. aconitum napellus

Beschreibung:
Der Blaue Eisenhut und seine Zuchtvariationen sind auch beliebte Gartenpflanzen, wohl vielfach in Unkenntnis seiner starken Giftigkeit angepflanzt - denn der Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas. Er enthält vorwiegend in den Knollen, aber auch sonst in der ganzen Pflanze das stark wirksame Alkaloid Aconitin. Alle Pflanzenteile sind hochgiftig.

Blütezeit:
Juni - September

Wirkung:
Erregung
Halluzinationen
Unempfindlichkeit des Körpers

Anmerkung:
Es gibt auch den gelben Eisenhut (Aconitum vulparia). In allen Pflanzenteilen findet sich das hochgiftige Nervengift Aconitin.

Wichtig
Bei der Arbeit mit dieser Pflanze unbedingt Handschuhe tragen, das Gift dringt über die Poren in die Haut ein.

Geschichte:
Im Mittelalter mischte man einen Trunk aus dem Eisenhut, der zu Hinrichtungen verwendet wurde. Schon in der Antike als äußerst starkes Gift bekannt. Früher wurde die Knolle den zum Tod Verurteilten zu essen gegeben. Der Eisenhut wurde vor allem in der Flugsalbe verwendet, da er gerade viel Flughalluzinationen hervorruft. Die Wurzel des Eisenhutes ist im Aberglaube gerade zum Schutz gegen Dämonen bekannt. Trägt man Eisenhut in der Tasche mit sich soll er Menschen von einem abhalten die einem nicht wohlgesonnen sind. Trägt man die Wurzel des Eisenhutes geflochten verspricht er Hilfe bei Augenleiden und Halsschmerzen.

Kritische Dosis:
Bereits eine geringe Dosis von einigen Gramm können lebensgefährlich sein. Mit Blüten spielende Kinder sind bereits gefährdet (die Giftaufnahme erfolgt über intakte Haut und Schleimhaut)

Mögliche Symptome
nach 10-20 Minuten: Brennen und Kribbeln im Mund anschließend: Ausbreitung über die ganze Haut bis zur völligen Gefühllosigkeit, schweres Erbrechen, kolikartiger Durchfall, Sehstörungen, Lähmung der Muskulatur, starke Schmerzen, Wesensveränderungen, Kollaps, Herzrhythmusstörungen, Atemlähmung.

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