Bärentraube

Lat. Arctostaphylos uva-ursi

weitere Bezeichnungen:
Immergrüne Bärentraube, Echte Bärentraube, Wolfsbeere, Sandbeere, Wilder Buchs, Steinbeere

Beschreibung:
Immergrüner, bis zu 1 m hoher Zwergstruch.
Blätter ledrig, klein, mit flachem Rand, auf der Oberseite dunkelgrün glänzend, Unterseite mit netzartiger Maserung.
Blüten weiß oder schwach rosa, traubenartig angeordnet Früchte beerenartig, mehlig, scharlachrot an der Spitze nur mit Griffelrest Wächst meist erst über 1500m über dem Wasserspiegel.

Verwechslung
mit der Preiselbeere möglich, deren Blätter jedoch drüsige Punkte auf der Blattunterseite und Früchte zeigen Reste des 4-teiligen Blütenkelchs.

Fundorte
Bärentraube steht in Deutschland unter Naturschutz!
Moore und Heiden, wächst oft unter Kiefern also auch bis in 2.500 m Höhe.

Blütezeit
März - Juli je nach Standort

gebräuchliche Pflanzenteile
getrocknete Blätter
rasch trocknen (bis 50 °C im Backofen - Taufunktion)

Sammelzeit:
Dez. - Januar oder April - Juli

Eigenzucht:
Die Bärentraube bevorzugt kalkhaltige Böden, einen sonnigen und feuchten Standort. Sie wächst auch gerne unter Kiefern.

Inhaltstoffe:
Phenolglykose (5-12 %), Arbutin (spaltet sich in alkalischer Lösung in Glucose und Hydrochinon auf), Flavonoide, Ggerbstoffe

Heilwirkung
innerlich: harndesinfizierend
Blasenentzündungen
Nierenbeckenentzündungen

Nebenwirkungen:
Harn färbt sich braun bis olivgrün. Mit fortschreitender Besserung heller.

Überdosierung
Bei Einnahme von zu großen Mengen kann die Leber geschädigt werden.

Vorsicht
Besser nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen.
Wegen der schnellen Gefahr der Überdosierung sollte Bärentraube nie länger als eine Wochen eingenommen werden und das nicht häufiger als 5 Mal im Jahr.
Für Kinder unter 12 Jahren und Schwangere ist Bärentraube nicht geeignet!

 

Quellen: "Grüne Apotheke" GU Grünwald Jännicke; heilkraeuter.de; div.