Blutwurz/ Tormentill

lat. Potentilla erecta

andere Bezeichnungen:
Tormentille, Tormentill, Turmentill, Dermendill, Tarpentill, Aufrechtes Fingerkraut, Rohrwurz, Rotwurz, Birkwurz, Blutbrech, Blutkraut, roter Günsel, Buchwehwurzen, Ruhrwurz, Düwelsabbiss

Beschreibung:
Bis zu 30 cm hohe, behaarte Staude mit gelben, meist vierblättrigen Blüten.
Die sitzenden, bis 3 cm langen, dreizähligen Stengelblätter, sind lanzettlich und an der Basis keilförmig.
Die 15-20 Staubblätter sind etwas kürzer als die Krone. Er überwintert mit einem fingerdicken, unregelmäßig knolligen, verholzten, außen dunkelbraunen, innen blutroten Wurzelstock.
Ein besonderes Merkmal zur Erkennung der Pflanze ist die rasche Rotfärbung der Schnittstelle, wenn man den Stängel abbricht.

Fundorte:
in lichten Wäldern, auf Magerrasen und Flachmooren, Berg- und Waldwiesen

Blütezeit:
Juni bis August

gebräuchliche Pflanzenteile:
Wurzeln

Sammelzeit:
März bis April und September bis Oktober

Eigenzucht:
sonnig bis halbschattig, meidet kalkhaltige Böden

Inhaltsstoffe:
Catechingerbstoff (15-22 %), Catechintrimere, Tormentosid, Chinovasäure, Spuren von ätherischem Öl

Heilwirkung:
Blutarmut
Durchfall
Entzündungen im Mund- und Rachenraum
leichte Zahnfleischentzündungen
leichten entzündlichen Magen- Darm- Erkrankungen
Mundschleimhautentzündung
Rachenentzündungen
Stillen von Blutungen
Verbrennungen
Zahnschmerzen

Nebenwirkungen:
Wegen des hohen Gerbstoffgehaltes kann es bei innerlicher Anwendung gelegentlich zu Magenbeschwerden bis hin zum Erbrechen kommen.



Quellen: "Grüne Apotheke" GU Grünwald Jännicke; heilkraeuter.de; div.
Bildquelle: wikipedia