Arten des Räucherns

Kräuter räuchern tut man aus den verschiedensten Gründen.
Im Allgäu wird in den Rauhnächten geräuchert, andere Räuchern begleitend zur Meditation, wiederum andere Räuchern Negative Energien aus ihrem Haus heraus und wieder andere Räuchern weil es gut riecht.
Warum Menschen räuchern hat vielerlei Gründe und soll auch vielerlei Wirkungen erzielen.
Wenn man eine bestimmte Wirkung haben möchte, so sollte man auch die bestimmten Pflanzen, die hier unterstützend wirken, zum Räuchern benutzen. Ich möchte nun die verschiedenen Arten des Räucherns vorstellen.

Wie man sieht, benötigt man nur sehr wenig um in Ruhe räuchern zu können. Die Dinge, die man kaufen muss oder sollte, sind auch nicht teuer.
Ich zähle hier jedoch nur die gängigsten Dinge auf, um das hier nicht zu überfüllen - zudem möchte ich den Geldbeutel der vielen anderen Hexen nicht strapazieren.

Das Teelicht
Auch wenn man nur ein Teelicht hat, kann man Problemlos räuchern!
Man zündet zuerst natürlich einmal das Teelicht an. Dann nimmt man zum Beispiel das Blatt eines Salbeis und hält dieses Blatt solange über die Flamme, bis es zu brennen beginnt. Dann bläst man das Blatt aus und der Salbei-Geruch breitet sich aus.
Dies kann man so oft wiederholen wie man möchte oder man das Blatt verbrannt hat. Leider ist diese Variante nur bei Kräutern möglich, die stark riechen.
Kräuter, die nur einen leichten, lieblichen Duft haben, sollte man so nicht räuchern - einfach, weil man es nicht riecht!

Das Räuchersieb wird oft genutzt.
In welchen Variationen auch immer! Hier benutzt man ein Teelicht als Hitzequelle - die Kräuter liegen auf einem Sieb.
Diese Art zu Räuchern hat den Vorteil, dass eben kein Rauch entsteht. Ist sehr gut, wenn man den Duft genießen möchte und vielleicht auch sehr empfindlich auf Rauch reagiert.
Mir persönlich gefällt es nicht so gut, da es Ähnlichkeiten mit der Duftlampe aufweist: Kräuter drauf und vergessen; Nebenher den Duft genießen. Ja, ich finde es doof, dass man sich nicht so richtig damit beschäftigen kann.
Bei dieser Räucherungsvariante sind die Preisklassen doch sehr unterschiedlich. Es gibt Siebe, die man auf Duftlampen auflegen kann, es gibt kleine Räuchervorrichtungen bei denen man das Sieb jedoch auch nicht verändern kann oder eben Räuchervorrichtungen bei denen man das Sieb in der Höhe verstellen kann - das ist alles eine Frage des Geldes und des Preises.

Räuchern mit der Räucherkohle
Das hier ist die wohl klassischste Variante des Räucherns... Man sucht sich ein feuerfestes Gefäß, Sand, Räucherkohle und Kräuter - dann kann man loslegen.
Das Feuerfeste Gefäß muss nicht gekauft werden. Hier reicht es, wenn man etwas heraussucht, was vielleicht eine Bedeutung hat und im Haushalt an sich nicht mehr gebraucht wird. Besonders gut geeignet sind hier Keramik- und Tongefäße. Plastik ist gar nicht zu empfehlen, Glas ist auch nicht der Hit (ob es springt kann man leider nur austesten...), und Holz kann gefährlich werden - aber es geht!
Den Sand... den kann man eigentlich überall herbekommen. Boden vom Wegesrand, Sand aus dem Sandkasten oder Kieselsteine die man auf einem Weg gesammelt hat. Alles ist möglich - auch das Geld ausgeben in dem man sich einfach Vogelsand kauft...!
Räucherkohle bekommt man eigentlich auch überall. In Naturkost-, Tee- & Esoterikgeschäften am häufigsten.
Kosten tut die Kohle zwischen 1 und 3 Euro. Qualitative Unterschiede sind hier leider auch vorhanden. Es gibt Kohlen, die sind fast nicht entzündbar, wieder andere glühen einfach nicht richtig durch und wieder andere stinken von vornherein schon so ekelhaft, dass man das Räuchern auch von vornherein gerne bleiben lässt. Leider ist der Kohle nicht ansehbar, ob sie nun gut oder schlecht ist.
Die einzige Möglichkeit ist diese eine: Ausprobieren!
Und die Kräuter? Ja - richtig! Die Kräuter. Nun, hier hat man wie immer verschiedene Möglichkeiten.
Ich persönlich bevorzuge einheimische Räuchermaterialien. Man kann sich seine Kräuter natürlich selbst zusammensuchen, das ist wahrscheinlich die Preisgünstigste Variante. Man kann sich aber auch einheimische Kräuter in der Apotheke kaufen, das ist dann schon etwas teurer. Aber die mit Abstand teuerste Variante ist die, des Kaufens von Räuchermischungen, die in Mini-Gläsern für 6 Euro verkauft werden - und das oft auch noch in Esoterik-Geschäften. Die reine Abzocke. Warum soll ich Räuchermischungen kaufen, die soweiso nicht aus einheimischen Materialien hergestellt sind? Eine Mixtur aus allen möglichen Kräutern, von der ganzen Welt eingekauft und oft nicht mal aus guter Qualität bestehend...! Man könnte denken, es würde eh nicht bemerkt werden, da diese Dinge ja vom anderen Ende der Welt sind ... Da sammle ich meine Kräuter lieber selbst!

Die Pfanne Diese Variante ist die im Allgäu gebräuchlichste.
Hierfür wird eine große Pfanne benutzt - meist aus Gußeisen. Die Hitzequelle besteht oft aus einem Feuer. Die Kräuter werden quasi "angebraten". Geräuchert wird aber nur in der Zeit der Rauhnächte ( vom 24. Dezember bis 6. Januar ). Vom 24. Dezember ab bis zum 30. Dezember räuchert man alles alte & undienliche heraus. Dabei sind die Fenster geöffnet. Ab dem 31. Dezember wird dann alles, was für das kommende Jahr dienlich ist, hereingeräuchert. Hierfür sind die Fenster geschlossen.