Kerzenmagie

Das Thema Kerzenmagie hat die Menschen schon seit jeher beschäftigt und fasziniert. Kerzenmagie ist keine moderne Erfindung - auch wenn das Thema Magie an sich derzeit wieder einen Boom erlebt- sondern wurde bereits im Altertum ausgeführt. Mehr oder weniger wurden die Grundlagen der Kerzenmagie auch durch die Weltreligionen übernommen. So brennen auf den Altären der Kirchen immer Kerzen, und in den meisten Kirchen finden sich irgendwelche Nischen, in denen eine Heiligenfigur steht, die man durch das Anzünden einer Kerze und das Sprechen eines Gebetes, um eine Wunscherfüllung bitten kann.

Viele fragen sich, was es mit der Kerzenmagie genau auf sich hat. Die häufigste Frage dabei ist, wie eine brennende Kerze eine Situation überhaupt ändern könnte. Ich habe auf diese Fragen schon Antworten gehört, wie "Das ist eben so. Daran mußt du auch fest glauben, denn wenn du das nicht tust, dann klappt deine Magie nicht, oder wendet sich sogar gegen dich." Diese Aussage ist nicht nur riesengroßer Quatsch, sondern bescheinigt auch absolute Unkenntnis über die Wirkungsweise der Kerzenmagie. Richtig an der Aussage ist aber, dass der Glaube tatsächlich eine sehr große, wenn auch nicht die alleinige, Rolle spielt. Mit dem Glauben alleine kann man -jedenfalls in den meisten Fällen- nicht sehr viel bewirken.

Für ein korrekt ausgeführtes Kerzenritual allerdings, ist der Glaube an den Erfolg in so weit unerläßlich, als man als Magier seine eigene Kraft nicht in Zweifel ziehen darf. Die Wirkungsweise der Kerzenmagie ist eigentlich sehr einfach zu erklären. Die Kerze an sich ist nicht der Hauptbestandteil der Magie, sondern lediglich ein notwendiges Medium zur Übermittlung der für das Ritual erforderlichen Energien.

Ein "gutes" d.h. in jedem Fall wirkungsvolles Kerzenritual muss immer folgendermaßen aussehen: Der Magier sollte sich ein ganz klares Ziel setzen, was er mit dem Ritual exakt erreichen will. Dabei sollte er es vermeiden, schon einen klaren Weg zum Erreichen des Ziels festzulegen. Wie das Ziel genau in unser Leben kommt, muß dem Kosmos überlassen werden.

Beispiel: A braucht unbedingt 5000 Euro, um seine Schulden bezahlen zu können. Wenn er ein Kerzenritual macht, darf er sich keinesfalls auf den Weg konzentrieren, auf dem das Geld zu ihm kommen soll (also nicht "Ich will, dass meine Erbtante mir 5000 Euro schenkt") sondern ("ich will 5000 Euro erhalten"). Wenn das Ziel klar definiert ist, schreibt er es auf ein Stück Pergamentpapier, im besten Falle tut er das mit einer magischen Tinte, in diesem Fall "Dragon´s Blood". Dann wählt er eine magische Geldanziehungskerze, z.B. eine Glaskerze "Money Drawing", das passende magische Öl und die Räucherung "Money Drawing". (Anm. d. Red.: eine Wahl solcher bestimmter Instumente ist Ansichtssache und keinesfalls Pflicht) Dann bereitet er sein Ritual vor, er träufelt einige Tropfen Öl in die Kerze, reibt seinen Wunschzettel auch mit dem Öl ein und legt es unter die Kerze. Dann häuft er ein wenig von der Räucherung auf einen kleinen Teller und stellt es vor die Kerze. Jetzt erst beginnt das eigentliche Ritual, mit der Weihung der Kerze. Dazu hält er beide Handflächen über die Kerzen und spricht die Weiheformel, z.B. "Ich entzünde dieses Licht, zum Zeichen meiner Verbundenheit mit der göttlichen Vorsehung. Möge es die Mächte des Lichts, bei der Erleuchtung der Dunkelheit unterstützen. So sei es im Namen der lichten Wesenheiten im Osten, im Westen, im Süden und im Norden." Dann zündet er die Kerze und die Räucherung an und spricht mit nach oben gestreckten Händen die Eintrittsformel : "Ich rufe das Element Feuer, meinen Zauber zu stärken, das Element Wasser, meinen Zauber zu segnen, das Element Luft, meinen Zauber ans Ziel zu tragen, und das Element Erde, meinen Zauber zu binden." So wichtig diese Formeln auch sind, in Bezug auf die tatsächliche Wirkung des Rituals sind sie nur "Vorgeplänkel".

Die richtige Arbeit geht jetzt erst los: Jetzt bleibt der Magier ruhig vor der Kerze sitzen und schließt die Augen. Er konzentriert sich ganz stark auf sein angestrebtes Ziel (wie gesagt, nur auf das Ziel). Durch die starke Konzentration staut der Magier in seinem Körper intensivste Energien. Nach einiger Zeit erreicht der Magier den Höhepunkt seiner Energiekonzentration. Man merkt das deutlich daran, dass man einen leichten Druck im Kopf und einen starken Energiestau verspürt. Wenn dieser Zustand erreicht ist, öffnet der Magier die Augen und streckt die Hände in die Richtung der Kerze aus. Dann lässt er die angestauten Energien durch seine Augen und seine Handflächen in die Kerze fließen. Es ist dabei wichtig, dass er sich diesen Energiefluss bildlich vorstellt. Wenn er es richtig macht, kann er diesen Energiefluss auch spüren. Er spürt, wie der Druck im Kopf und das Gefühl des Energiestaus langsam nachlassen.

Hellsichtige Menschen können diesen Energiefluss in Form von austretenden weißen Lichtschwaden wahrnehmen. Die restliche Arbeit macht jetzt die Kerze alleine. Solange sie brennt, sendet sie die Energie in die Richtung aus der sich das Ziel realisieren wird. Aus diesen Zusammenhängen kann man klar erkennen, dass Kerzenmagie eine reine Energiearbeit ist, die zuweilen sehr anstrengend sein kann und höchste Konzentration erfordert. Das erklärt auch, warum es nicht damit getan ist, nur die Kerze anzuzünden. Die Kerze ist nur das Medium, das die erforderliche Energie weiterleitet. Wenn man aber die Anstrengung nicht scheut, und mit etwas Übung, bringt man mit Kerzenmagie erstaunliche Ergebnise zustande! Probiert es aus...