Visualisierung

Visualisieren ist mit die wichtigste Technik, die man als Hexe beherrschen muss.
Visualisieren stammt von visuell - sehen oder sichtbar.
Hinter diesem Begriff versteckt sich die Kunst, sich Dinge so echt wie möglich vorzustellen und sie mit Hilfe des dritten Auges zu sehen.

Ich werde hier noch einmal, für alle, die damit Schwierigkeiten haben, kurze Hilfen und Übungen aufstellen.
Diese Kunst zu beherrschen - für Menschen mit viel Phantasie ein Leichtes, ist deshalb so wichtig, da man dadurch die Energie in Bahnen lenken kann.
Wenn ich mir ganz fest und so real wie möglich vorstelle, dass ich morgen z.B. endlich das passende Haustier finde oder doch die lang ersehnte Gehaltserhöhung bekomme, dann verstärkt das die Macht deinerselbst und die Magie, die du aussendest.

Du lenkst deine Gedanken konkret und intensiv auf eine Sache und kannst somit die Wahrscheinlichkeit des Eintreffens dieses Wunsches immens erhöhen.
Da dieser Vorgang viel Konzentration und gutes Vorstellungsvermögen benötigt, kann es passieren, dass wenn man abgelenkt ist, der Wunsch nach hinten los geht oder rein gar nichts passiert.

Viele Hexen haben nach einer intensiven Visualisierung Kopfschmerzen oder fühlen sich schlapp und müssen erstmal ausruhen.
Ich bin immer etwas matt danach, weil es wirklich anstrengt den Willen aufzubringen.
Außdem verlassen die Energien den Körper, um das Gewünschte zu bewerkstelligen.
Deshalb sollte man seine Grenzen kennen und es nicht es nicht darauf anlegen absolut k.o. zu sein.

Kleine Kinder haben wahre Explosionen an Gefühlen und Energien. Kinder wünschen sich manchmal sehr extrem Sachen. Sie haben dann nur einen Gedanken. Und daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen.

Übung 1:
Nimm dir einen Gegenstand. Zum Beispiel etwas einfaches wie einen Stein, oder eine Feder oder ein Laubblatt.
Konzentriere dich gut und präge dir alle Einzelheiten ein. Schau die Form an, die Oberfläche, die Farbe usw.
Stell dir vor du bist ein kleiner Käfer, der über diesen Gegenstand krabbelt und setze alle Sinne ein, um dieses kleine Objekt zu erkunden.
Mach dann eine Pause, lege das Objekt weg und schließe deine Augen.
Versuche dich jetzt an alles zu erinnern.
Forme in deinem Kopf mit deinem inneren Auge dieses Objekt neu. Stell es dir wie in einer 3D-Ansicht vor. Du kannst es von alles Seiten betrachten.
Was dir das bringt? Du lernst Schritt für Schritt, dein Gedächtnis und deine Vorstellungskraft zu trainieren. Um so mehr Objekte du dir einprägst und um so öfter du dir nur ein Objekt rein in deiner Phantasie vorstellst, um so besser kannst du visualisieren.

Übung 2:
Um die Konzentration und die Ruhe zu trainieren, sollte man viel meditieren.
Um vorneweg ehrlich zu sein, ich bin eine Niete in Meditation. Ich habe zu viel zu tun, und immer tausend Gedanken im Kopf, das liegt in meinem Wesen. Aber selbst ich habe es schon einmal geschafft, absolute Ruhe in den Kopf zu bekommen. Ich kann mich sonst schwer konzentrieren, aber wenn es um Rituale und Zauber geht bin ich schlagartig ernst und hochkonzentriert. Fehler können nämlich auch unangenehme Nachwirkungen haben.
Zur Meditation sollte man sich bequem hinsetzen oder hinlegen und frei atmen können. Das Zimmer sollte etwas abgedunkelt sein und der Telefonstecker kann am besten auch raus :-), Ruhe ist jetzt wichtig.
Versuche deine Gedanken jetzt langsam abzuschalten. Denke an nichts mehr. Dies ist der Knackpunkt, es ist unheimlich schwer. Wenn man es nicht sofort schafft, sollte man keinesfalls aufgeben. Ich habe es auch geschafft und es ist ein seltsames Gefühl, weil man ständig irgendetwas denkt oder überlegt.
Wenn man dieses Level erreicht hat, kann man sich langsam auf nur ein Thema konzentrieren. Alles andere ist unwichtig, der Geist bleibt nur bei diese Thema und schweift nicht ab. Eine gute Grundlage für Rituale und Visualisieren.

Übung 3:
Stell dir vor, dass vor dir aus dem Boden eine weiße Säue empor wächst. Sie leuchtet hell.
Neben ihr wächst langsam eine zweite gelbe Säule hoch. Sie ist genauso hoch und strahlend.
Daneben entsteht eine grüne, die ebenfalls leuchtet.
Wenn du dieses Bild vor sich eine Weile halten kannst, lass sie ganz vorsichtig eine nach der anderen wieder im Boden versinken bis alle verschwunden sind.
Fortgeschrittenen empfehle ich eine andere Übung, sie sollen sich in's Bett legen oder auf die Couch und die Augen schließen. Dann visualisiert ihr, wie ihr selber über eurem Körper schwebt. Ihr schaut praktisch auf euch herab.
Die Visualisierung hat hier schon einen sehr guten Grad erreicht. Und dient als Vorbereitung für Astralreisen, in denen man wie eben den Körper verlässt.

 

Quelle: Cathin Aig, gwyddon.de.vu