Naturgeister

In allen Naturreligionen ist die Existenz von Naturgeistern ganz selbstverständlich. Die Natur ist beseelt und wird mit all seinen Wesen und Geistern geachtet und verehrt.
Wie bei uns Menschen, so gibt es auch in der geistigen Welt gute und böse Geister, solche, die den Menschen unterstützen aber auch welche, die mit uns am liebsten nichts zu tun haben möchten und keine Gelegenheit auslassen uns Schrecken einzujagen oder Schaden zuzufügen. Streiche dienen jedoch nur zu ihrer Belustigung, oder um auf sich aufmerksam zu machen.
So lassen mich zum Beispiel die Zwerge im Wald gerne stolpern. Wenn man nachts unterwegs ist, empfiehlt sich das Wenden der Kleidung oder der Jacke. Das verwirrt die Geister, und sie lassen von einem ab.
Doch wenn man den Geistern mit Respekt und Achtung entgegentritt, besteht sogar die Möglichkeit, Kontakt mit ihnen aufzunehmen.
Dabei sollte man einiges beachten: Sie mögen Heiterkeit, ein gutes Herz, Stille, Liebe zur Natur und offene Sinne.
Opfergaben in Form von Milch, Honig , Getreide, Mehl, zum Teil auch Schnaps und Süßigkeiten sind immer willkommen.
Vermeiden sollte man jede Art von Metall bei sich zu tragen. Vor allem Schneidwerkzeuge sind dem kleinen Volk verhasst. Auch mit lauter Musik und Geschrei kann man sie sicher nicht hervorlocken.
Am besten für die Kontaktaufnahme sind die Übergangszeiten Morgendämmerung, Abenddämmerung, Mittag und Mitternacht. Von den Jahreszeiten her, der Frühling und der Herbst.
Natürlich auch die Tag- und Nachtgleichen und die Sonnwenden. Bevorzugte Orte sind Waldlichtungen, Höhlen, Steine, Baumwurzeln, Hecken, Seeufer, Meeresstrände, Inseln und Wegkreuzungen.
Vielleicht hattet ihr auch schon unbewußten Kontakt ohne sich weiter Gedanken darüber zu machen.
Zum Beispiel wenn man meint, aus dem Augenwinkel heraus, neben sich eine Bewegung oder einen Lichtblitz gesehen zu haben. Oder man läuft so vor sich hin und wird plötzlich von einer Duftwolke umgeben, die andere nicht bemerken. Naturgeister machen auch durch Bewegungen von Staub, Grashalmen und Blättern, oder durch kleine Wasserwellen, ohne dass eine Luftbewegung oder eine andere Ursache da ist, auf sich aufmerksam. Manchmal kitzelt uns etwas, das wir nicht sehen oder es läuft uns ein unerklärlicher Schauer über den Rücken.
All das können Zeichen von Naturgeistern sein, die man als Kontaktaufnahme betrachten kann. Da Naturgeister feinstoffliche Wesen sind und sich selten materialisieren ist es nur wenigen vergönnt sie wirklich zu sehen.
Trotzdem sind sie überall in der Natur vorhanden, und sie sind mit sehr menschlichen Wesenszügen ausgestattet.
Es gibt aber auch Elfen und Feen, die versuchen Menschen in ihr Reich zu locken, aus dem es dann kein zurück mehr gibt. Aus alter Tradition sind uns bestimmte Regeln überliefert, die man beachten sollte, wenn man aus dem Reich der Naturgeister wieder zurückkehren möchte.
Man sollte nur Wasser trinken und sonstige Getränke und Speisen unberührt lassen und ganz wichtig, niemals gegen den Sonnenkreislauf gehen. Das heißt immer nur im Uhrzeigersinn sprich rechts herum laufen. So besteht keine Gefahr nicht mehr in unsere Welt zurückkehren zu können.