Akupunktur

Originaltitel: Geschichte und Grundwirkungsmechanismen der Akupunktur

Die historischen Anfänge der Akupunkturbehandlung sind nicht genau bekannt. Älteste Zeugnisse sind zugespitzte Steine und Steinsplitter die ca. 5500 Jahre alt sind und in Mittelchina gefunden wurden. 2600 v. Chr. verfasste der "Gelbe Kaiser Huang Ti" das Standardwerk der chinesischen Medizin, das "Nei Ching", das bereits die Wirkungen von Akupunktur beschreibt. Das älteste Lehrbuch der Akupunktur stammt von "Huangfu Mi", umfasst viele Akupunkturschemen und benennt über 600 Akupunkturpunkte. Der älteste Fund von Gold- und Silbernadeln zur Akupunkturbehandlung stammt aus einem 4000 Jahre alten Grab der kaiserlichen Familie.

Doch wer jetzt glaubt, dass Akupunktur nur in China entstanden ist und dann im Lauf der Jahrhunderte zu uns gekommen ist, der irrt. Auch in Europa und in vielen indianischen Völkern war und ist die Akupunktur bekannt. Nur ging in unseren Breiten das Wissen verloren. Zum Beispiel waren Ötzis Tattoowierungen identisch mit Akupunkturpunkten, die gegen eine Krankheit wirkten, die Ötzi wirklich hatte. Später ging das Wissen aufgrund fehlender Schrift verloren und wurde dann im 17. Jahrhundert über die Niederlande nach Deutschland gebracht und erlebte damit seine "Neuentdeckung".

Den wirklichen Durchbruch erlebte die Akupunktur jedoch erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts, im Kampf gegen Schmerzen und als alternative Narkoseform. Wesentlichen Anteil daran hatten der französische Arzt Nogier und der österreichische Arzt Prof. Bischko. Erst in der letzten Zeit wurde auch die Fernwirkungen und Auswirkungen auf den Stoffwechsel wieder entdeckt.

Daraus resultierte dann die Meridian-Theorie, die davon ausgeht, dass energetische Ströme auf diesen Bahnen durch den Körper fließen und dabei zwei Vorgänge bewirken: Elektrische Wirkung: Der Österreicher Prof. Bischko bewies mit Hilfe am Muskel gemessener Ströme, dass das Setzen der Nadel die elektrischen Spannungen der Muskeln veränderte.

Neurohumorahle Wirkung: Hierbei erklärt sich die Wirkung durch eine durch Nervenstimulation hervorgerufene Ausscheidung von Hormonen im Gehirn. Diese Hormone werden durch die elektrische Stimulation der Nerven ausgeschieden und ihre Wirkungen reichen von Auswirkungen auf den Stoffwechsel der Zellen, die Gemütslage des Patienten bis zu Ausschüttungen körpereigener Schmerzmittel und Blutdruckänderungen.

 

Quelle: Caro Katzenbach