TCM

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Doch nur wenige wissen um das Grundprinzip dieser uralten Heilmethode.
Die moderne westliche Medizin ist weit fortgeschritten. Die einzelnen Disziplinen vermögen mittlerweile erstaunliches zu leisten auch und vor allem in der Chirurgie. Dennoch ist ein Prozess der Vereinzelung der verschiedenen Disziplinen zu verzeichnen, jeder Arzt ist für ein anderes Organ zuständig. Die traditionelle chinesische Medizin geht von einem ganz anderen Bild des Menschen, seinen Krankheiten, dem Zusammenhang aller Organe und somit der Gesamtheit des menschlichen Organismus aus.

Energie, die fließt
Im System der chinesischen Medizin wird der Mensch als energetisches Gefüge begriffen. Die Energie die den Körper durchfließt wird als Qi bezeichnet. Für unser westliches Verständnis ist es sinnvoll, sich das Qi als energetisches Potential vorzustellen, dass unseren Körper durchfließt wie Landschaften von Flüssen und Seen durchzogen werden.
Eingriffe in das Naturgefüge von Landschaften, wie etwa Staudämme, können den Fluss behindern. Ähnlich verhält es sich mit dem Qi im menschlichen Körper. Blockaden können Krankheiten auslösen oder durch Krankheiten ausgelöst werden. Der Energiefluss gerät ins Stocken. Der Mensch wird krank. Bleiben die Blockaden bestehen wird er sogar chronisch krank.

Die Meridiane
Die Meridiane kann man sich als Energiebahnen vorstellen, in denen das Qi fließt, wie das Wasser in einem Flussdelta. Die TCM begreift die Meridiane als Leitbahnen. Es werden hauptsächlich zwölf Meridiane unterschieden, die den Körper durchziehen und auf der Körperoberfläche bearbeitet werden können(beispielsweise durch Akupressur).

  • Blasenmeridian
  • Nierenmeridian
  • Gallenblasenmeridian
  • Lebermeridian
  • Magenmeridian
  • Milzmeridian
  • Dickdarmmeridian
  • Lungenmeridian
  • Dreifacher-Erwärmer-Meridian
  • Herzkreislaufmeridian
  • Dünndarmmeridian
  • Herzmeridian

Blockaden im Meridiansystem
Im System der Meridiane fließt das Qi im Normalfall ungestört. Äußere und innere Einflüsse können jedoch das System beeinflussen, blockieren, stören oder gar aufhalten. Aufgrund dieser Einflüsse können Stauungen und oder Umgehungskreisläufe entstehen. In der chinesischen Medizin wird nun versucht mit Blockaden oder Stauungen umzugehen.
Jeder Krankheit liegt eine Störung im Meridiansystem zugrunde. Diese Störung kann entweder punktuell lokalisiert werden - hier greift die Nadlung bestimmter Energiepunkte auf Meridianbahnen (Akupunktur) -, oder aber die Behandlung eines ganzen Meridians versucht die Balancierung eines Ungleichgewichtes der Energiebahnen, wie es beispielsweise beim Shiatsu praktiziert wird.

 

Quelle: Caro Katzenbach

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