Neuraltherapie

Der Begriff Neuraltherapie geht auf die Brüder Huneke zurück, die in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Möglichkeit entdeckten, Lokalanästhetika (Procain oder Lidocain) nicht nur zur Betäubung, sondern auch als Heilmittel einzusetzen. So erreichten sie bei einer intravenösen Injektion von Procain bei einer Migränepatientin eine völlige Ausheilung ihrer Beschwerden.

1940 entdeckten die Brüder Huneke das sogenannte Sekundenphänomen. Hierbei konnten sie bei der Injektion bei einer Patientin in die schmerzende Schulter zwar nicht deren Heilung, dafür aber das Aufflackern einer eitrigen Knochenentzündung im Unterschenkel der Patientin beobachten. Als der Unterschenkel ebenfalls mit Procain behandelt wurde, verschwanden die Schulterschmerzen auf der Stelle.

Die eitrige Knochenentzündung war offensichtlich ein Störfeld, dass durch die Injektion aufgelöst wurde. Die Störfeldtherapie hat zur Grundlage, dass an jeder Stelle des Körpers Störfelder vorhanden sein können, die wiederum an anderen Stellen Krankheiten und Schmerzen verursachen.

Eine sinnvolle Arbeit in der Neuraltherapie ist deshalb auch die Entstörung von Narben jeglicher Art. Außerdem wird die Neuraltherapie als Segment-Therapie (über die den einzelnen Organen zugeordneten Hautzonen) und als Schmerztherapie durchgeführt.

 

Quelle: Caro Katzenbach