Kurs Teil 3: Pentagramm Teil 2

Das erdende kopfüber stehende Pentagramm
Auch dieses Zeichen hat einen anderen Ruf als es der Wahrheit entspricht. Leider wird es immer noch von vielen als "negatives" oder "böses" Zeichen angesehen.
Es ist allerdings wichtig, auch dieses Zeichen offen anzunehmen, denn jedes Vorurteil kann bei der Übung eine Blockade hervorrufen.
Ist die Meditation dann nicht hilfreich, liegt es allerdings nicht am umgedrehten Pentagramm.


Setze dich im Schneidersitz hin, die Wirbelsäule gerade haltend.
Der Lotussitz kann auch verwendet werden, allerdings geht es um Bequemlichkeit, welche dieser selten mit sich bringt.
Wiederum wird wie bei der Basismeditation tief eingeatmet, nicht nur mit den Lungen, sondern auch mit dem Bauch. Halte die Luft 3 bis 5 Sekunden an und atme dann langsam wieder durch den Mund aus, um so die Energiekörper von negativen und verbrauchten Energien zu reinigen.
Dieses Ein- und Ausatmen wird wiederum 5 bis 10 Mal wiederholt. Wenn du dich bereit fühlst, visualisiere das Pentagramm, so wie es auf der Zeichnung 2 dargestellt ist.
Der Kopf befindet sich außerhalb der Linien zwischen den beiden oberen Spitzen.
Die horizontale Linie bildet mit dem Boden eine Linie, sozusagen ist es also deine Sitzfläche.
Die einzelne untere Spitze bohrt ist die Verbindung mit der Erde. Das innere Pentagon enthält wiederum ausreichend Platz für deinen Körper.
Deine Arme lässt du entspannt auf den Knien oder im Schoss ruhen. Während du nun durch die Nase tief und langsam ein- und ausatmest, sammelst du müde und angespannte Energien, die du zum Beispiel nach einer geistigen Arbeit (Lernen, Prüfungen oder sonstige Tests) aufgestaut hast, in deinem Kopf und lässt sie in den "Trichter" fallen, den die beiden oberen Spitzen bilden.
Dort siehst du mit deinem geistigen Auge, wie die beiden Spitzen die Energie auffangen und diese zum inneren Pentagon tragen. Es kann sehr wohl sein, dass sich dein Körper nun für eine kurze Zeit noch etwas müder anfühlt, doch lass dich davon nicht beunruhigen. In den beiden Spitzen die waagerecht zum Boden liegen, sammelt sich die Müdigkeit in deinen Beinen und wird nun ebenfalls in das innere Pentagon geleitet.
Wie sich bei der kraftspendenden Pentagramm-Meditation das innere Pentagon von oben nach unten mit neuer Energie gefüllt hat, wird sich nun der innere Pentagon in die unterste Spitze entleeren.
Diese gibt mit einem Lichtstrahl die verbrauchte Energie an die Erde ab. Sollte dieser Lichtstrahl bei der Visualisation grau erscheinen, so ist das normal. Die Energie wird von der Erde und der Natur wieder erneuert werden, nun ist es jedoch möglich, dass sie von negativen Aspekten sozusagen "verschmutzt" ist.
Wenn du dich nun deinen verbrauchten Energien entledigt hast, fühle dich komplett in das Pentagramm hinein, so dass deine Energien seine Form ausfüllen. Dabei wirst du dir besonders der unteren Spitze bewusst, welche dich mit der Erde verbindet. Sei dir in diesem Augenblick der Erde bewusst, der Erdkugel, des Lebensraums der Natur und der Menschen, und deiner eigenen Verbindung dazu.
Während du nun die Energie wieder auf den Punkt des dritten Auges zusammenschrumpfen lässt, atme 5-10 Mal langsam durch die Nase ein und aus.
Dies gibt dir wieder einen Teil neuer Energie ohne dich (für die Nacht) zu sehr aufzuladen und somit aufzudrehen. Bedanke dich bei der Erde, dass sie deine benutzte Energie aufgenommen hat, und öffne die Augen.
Da physische Arbeiten schon an sich einen erdenden Effekt haben, ist diese Übung am wichtigsten nach geistigen Arbeiten. Es kann sein, dass es manchen Schwierigkeiten bereitet, sich den Boden direkt unter sich vorzustellen, wenn sie nicht auf dem Erdgeschoss meditieren. Dieses Gefühl verlässt einen normalerweise bei regelmäßigem Üben.