Kurs Teil 4: Hexagramm

Eine Reinigungsmeditation
Die beiden Dreiecke des Hexagramms stehen für das Diesseits und das Jenseits, also für die physische und die psychische Welten.
Auf diese Weise wird man mit diesem Zeichen auf beiden Ebenen geschützt. Auch die Zahl 6 steht für den sechsten Sinn, also für den Instinkt, der uns vor Gefahren warnt und vor Unfällen bewahrt. Deswegen ist es ein sehr starkes Schutzsymbol.
Obwohl man wie bei den verbrauchten Energien auch negative Gedanken und Energien über eine Pentagramm-Meditation (Meditation 2: Pentagramm-Meditation als Erdung) verarbeiten kann, gibt es eine weitere Methode, solche Gedanken und Energien loszulassen.
Der Vorteil ist, dass hier ein Schutzzeichen benutzt wird, falls neben eigenen negativen Gedanken auch negative Wünsche anderer Personen verarbeitet werden sollen.
Auf diese Weise können diese einen nicht mehr erreichen.
Für diese Meditation kann es hilfreich sein, sich einige Dinge auszusuchen, von denen man sich vielleicht erst einmal entledigen möchte, zB Prüfungsangst, Gedanken betreff eines Streits, negative Gefühle gegen jemanden, schlechte Laune.
Einigen Menschen hilft es, sich konkret vorzustellen, was sie loswerden möchten, bei anderen reicht die Idee der Negativität allgemein oder der negativen Gedanken aus.


Setze dich im Schneidersitz hin, die Wirbelsäule gerade haltend.
Der Lotussitz kann auch verwendet werden, allerdings geht es um Bequemlichkeit, welche dieser selten mit sich bringt.
Wiederum wird wie bei der Basismeditation tief eingeatmet, nicht nur mit den Lungen, sondern auch mit dem Bauch.
Halte die Luft 3 bis 5 Sekunden an und atme dann langsam wieder durch den Mund aus, um so die Energiekörper von negativen und verbrauchten Energien zu reinigen.
Dieses Ein- und Ausatmen wird wiederum 5 bis 10 Mal wiederholt.
Wenn du dich bereit fühlst, visualisiere ein Hexagramm, welches, nicht wie beim Pentagramm aufrecht sondern, flach auf dem Boden um dich herum entsteht.
Das Hexagramm ist außerdem von einem Kreis umfasst, wie es auf Abbildung 3 zu erkennen ist.
Wie du das Hexagramm aufsetzt, ist wiederum ganz dir überlassen. Während du nun regelmäßig durch die Nase ein und ausatmest, rufst du dir entweder die verschiedenen negativen Gedanken, die du vor der Meditation geistig notiert hast auf, und verlegst sie in die Zwischenräume zwischen Hexagramm und Kreis.
Wenn du dir keine solchen Gedanken gemerkt hast, kann es einfach die schlechte Laune sein oder aber negative Gefühle, wie schon vorher erklärt.
Je mehr du von den negativen Aspekten du in diese Zwischenräume fließen lässt, um so leichter beginnst du dich zu fühlen.
Nun löst du in Gedanken die Linie des Kreises auf und lässt auf diese Weise die negativen Gedanken los.
Das Hexagramm schützt dich derweil davor, dass du sie wieder aufnimmst.
Nachdem der Kreis aufgelöst ist, kannst du noch einige Male durch die Nase ein- und ausatmen, um auf diese Weise die verschwundene Energie durch neue kräftigende Energien zu ersetzen.
Wenn du dich nun ruhiger fühlst beginnst du wieder, durch die Nase ein- und durch den Mund auszuatmen, während du das Hexagramm wieder auf die dir angeeignete Weise absetzt. Dann öffnest du die Augen.