Verbreitung

In der Alten Welt kam der Schamanismus in seiner eindeutigen, "klassischen" Form in Nordeurasien, Sibirien, Innerasien, in den Himalayaländern und Südostasien sowie Indonesien vor. Er war einigen Stämmen der Aboriginees bekannt, aber nicht allen.

In der Neuen Welt trat er auch sowohl bei Pflanzer- als auch Wild- und Feldbeutergesellschaften vor. Seine Hauptverbreitung hatte er bei den Eskimos und den angrenzenden Waldlandindianern im Norden, er erstreckte sich dann hauptsächlich über den Westen, weite Teile Mittel und Südamerikas bis hin zu den Feuerland Indianern an der Südspitze des Kontinents.

Er fehlte also in Afrika und in nahezu allen archaischen Hochkulturen und deren unmittelbaren Einflussgebiete (Mesoamerika, Anden, Mittelmeerraum, Vorder- Mittel- und Südasien).
Daraus lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen:
- Der Schamanismus scheint hohen Alters, dass heißt originär an Wild- und Feldbeuterkulturen gebunden zu sein.
- Er fehlte offensichtlich von Anfang an in Afrika, auch Felsbilder liefern keinen Hinweis auf ein Vorkommen.
- Besonders verwurzelt, daher auch Überlagerungsprozessen gegenüber beständiger und insofern formal komplexer trat er in Asien, speziell in Sibirien in Erscheinung.
- In den angrenzenden altweltlichen Entstehungsgebieten der archaischen Hochkulturen könnte er ursprünglich auch bestanden haben, dann aber verdrängt beziehungsweise ausgelöscht worden sein.

 

Autoren: Marc D., Daniela B., Tanja S., Bogdan I.-grauer-magier.de.tt
Quellen: Mihály Hoppál, Das Buch der Schamanen - Europa und Asien. Ullstein-Klaus E. Müller, Schamanismus: Heiler - Geister - Rituale. Beck