Grundbegriffe zur Berechnung

Die Berechnung von Horoskopen ist eine interessante Wissenschaft, die seit Jahrtausenden verwendet wird. Für Einsteiger empfehle ich das Buch Astrologie für Einsteiger von Marian Bollen. Ich gebe hier nur eine kurze Einführung, denn alles andere würde den Rahmen sprengen. Wenn man ernsthaft daran interessiert ist braucht man ein Ephemeriden Tabellenbuch, SMA Tabellen (Sternzeit-, Meridian- und Aszendenten Tabellen), einen Taschenrechner, Zirkel, GeoDreieck und einen guten Atlas. Um beginnen zu können, braucht man den genauen Geburtsort und die genaue Geburtszeit.
Die Zeit ist der wichtigste Faktor in Abhängigkeit von dem Geburtsort, Auch ist es wichtig, ob es an dem betreffenden Ort Sommer- und Winterzeit gibt. Diese Zeitabweichung ist zu korrigieren, denn die Winterzeit ist die "echte" Zeit. Die Berechnung bzw. Festlegung der einzelnen Zeiten wird in dem Buch sehr gut beschrieben. Auf einem Papier zieht man einen Kreis, den man in 360 Teile einteilt und alle 30 Grad unterteilt, somit hat man den Tierkreis festgelegt. Zur Berechnung muss man auch wissen, das ein Grad aus 60 Bogenminuten besteht und eine Bogenminute aus 60 Bogensekunden.
Als erstes findet man heraus in welchem Zeichen die Sonne zu dem betreffenden Zeitpunkt gestanden hat und wo genau, denn sie ist die Berechnungsgrundlage für alle anderen Planetenpositionen. Die Berechnungen erscheinen am Anfang sehr kompliziert, werden aber mit einiger Übung immer leichter und gehen bald wie von selbst. Nach der Sonne wird der Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und zum Schluss Pluto berechnet.
Ich empfehle nicht zu versuchen auf die letzte Stelle genau zu sein, denn das treibt einen in den Wahnsinn und ist auch übertrieben, Denn so genau kann man die Daten gar nicht eintragen.
Um seinen Aszendenten bestimmen zu können muss man die Himmelsmitte berechnen. Für die Interpretation empfehle ich erst einmal sein eigenes Horoskop zu berechnen und dann Horoskope von guten Freunden, denn es erfordert doch etwas Übung und es ist mehr, als man in einer Zeitung finden kann. Es ist mehr eine Wissenschaft, als Wahrsagen.
Wenn man sich mehr zu dem Keltischen Horoskop hingezogen fühlt, muss man nur einen zweiten Kreis über den Tierkreis legen und ihn wie folgt einteilen:
1. Birke: 24. Dezember- 20. Januar 2°00´Steinbock-29°59´Steinbock
2. Eberesche: 21. Januar- 17. Februar 0°00´Wassermann- 27°59´Wassermann
3. Esche: 28. Februar- 17. März 28°00´Wassermann- 25°59´Fische
4. Erle: 18. März- 14. April 26°00´Fische- 23°59´Widder
5. Weide: 15. April- 12. Mai 24°00´Widder- 20°59´Stier
6. Weißdorn: 13. Mai- 9. Juni 21°00´Stier- 17°59´Zwillinge 7. Eiche: 10. Juni-
7. Juli 18°00´Zwillinge- 14°59´Krebs
8. Steineiche: 8. Juli- 4. August 15°00 Krebs- 11°59´Löwe
9. Haselstrauch: 5. August- 1. September 12°00´Löwe- 8°59´Jungfrau
10. Weinstock: 2. September- 29. September 9°00´Jungfau- 6°59´Waage
11. Efeu: 30. September- 27. Oktober 7°00´Waage- 4°59´Skorpion
12. Schilfrohr: 28. Oktober- 24. November 5°00´Skorpion- 2°59´Schütze
13. Holunder: 25. November- 23. Dezember 3°00´Schütze- 1°59´Steinbock Damit ist der Jahreskreis geschlossen.
Das Horoskop wird anhand des Tierkreises berechnet und auf den Baumkreis übertragen. Dieser Kunstgriff ist nötig, da es die Tabellen nur auf Basis des Tierkreises gibt. Dies ist sehr Zeitaufwendig und ich gebe zu, das es auch sehr gut Computerprogramme gibt. Ich finde dies aber eine sehr unpersönliche Lösung, verstehe aber das viele nicht die Zeit und die Lust haben. Ich berechne es lieber selbst. Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren