6 der schwerter

Kurz: Ausweg aus unerfreulichen Umständen. Kontakt mit lästigen Personen wird abgebrochen. Meditieren und überlegen.

Ein Fährmann bringt zwei Menschen und sechs Schwerter zu einem anderen Ufer. Man sollte meinen, dass solch eine Reise positive Gefühle auslöst, das scheint aber hier nicht der Fall zu sein.

Auf fast jeden Betrachter wirkt diese Karte bedrückend, und fast jeder identifiziert sich mit der verhüllten Gestalt im Boot. Wahrscheinlich ist sie so bedrückt, weil ihr bewusst ist, dass sie ihre Sorgen und Ängste überall hin mit nimmt, egal wohin sie geht. Oft kann man in Situationen kommen, wo man am liebsten alles liegen lassen möchte und "nur weg" will. Angekommen erlebt man dann bald, dass man nicht weglaufen kann, denn sich selbst hat man ja mitgenommen. Wenn wir in der verhüllten Gestalt die weibliche Seite in uns sehen, so ist es auch die Stimme unserer Intuition, die uns das sagt. Die männliche Seite, der Fährmann will weg, er setzt seine Hoffnung in das andere Ufer.

Wenn sie diese Karte gezogen haben, spüren sie in alle Personen hinein und sie werden merken, welche der drei Personen sie sind. Wenn sie der Fährmann sind, so heisst die Aussage der Karte auch, dass sie auf ihrem Weg bleiben können, trotz Sorgen und Problemen, das Schiff wird auf dem Wasser bleiben und sie werden das andere Ufer erreichen. Wenn sie das, was ist, akzeptieren, verliert es augenblicklich seine Schwere. Sind sie das Kind, so überprüfen sie, ob es noch sinnvoll ist, im Boot ihrer Eltern zu sitzen, oder ob es besser ist, ein eigenes Boot zu nehmen.

Aussage: Ich suche mir meinen eigenen Weg.

Traditionelle Interpretation: Ärgernis, Hindernis, sich selbst im Weg stehen

Nach Waite: Neue Ufer, Helfe, (See)Reise

Umgedrehte Karte: Sich nicht aus einer Umgebung lösen können die einem eigentlich zuwider ist; das Verschieben eines Vorhabens oder eines Umzuges, etwas öffentlich machen