8 der Schwerter

Kurz: Sie brauchen Geduld, um aus den Schwierigkeiten zu kommen. Kräfte gezielt einsetzen. Den Weg suchen, der vor einem liegt.

Eine Frau steht mit verbundenen Augen und hinter dem Rücken gefesselten Armen vor sieben Schwertern, ein Schwert steckt vor ihr im Boden. Im Hintergrund sehen wir eine Burg. Die Farbe des Kleides zeigt, dass sie noch genug Energie hätte, die Fesseln abzustreifen und vorwärts zu gehen. Aber Verletzungen der Vergangenheit haben sie mutlos gemacht, ihre Augen sind verbunden, so sieht sie keinen Ausweg aus der Situation.

Auf dieser Karte ist die Person wieder alleine, sie selbst hat sich also in diese Situation gebracht. Sie haben ihre weibliche Seite, ihr Gefühl, ihre Intuition vor den Schwertern des Verstandes gefesselt. Diese Karte zieht jemand, der "sich nicht mehr spürt" und Angst hat, den nächsten Schritt zu tun. Angst, im Schlamm zu versinken, Angst vor neuen Verletzungen. "Lieber bleibe ich so, als noch einmal verletzt zu werden". Oft hört man diesen Ausspruch im Zusammenhang mit der Karte. Aber wir selbst sind es, die erstarren. Niemand anderer kann sie erstarren. Und deswegen sind auch sie selbst es, der den nächsten Schritt tun muss.

Sie sehen, weit und breit ist niemand da. Wenn sie auf die Karte schauen, sehen sie, dass die meisten Schwerter hinter ihnen stehen, sie gehören der Vergangenheit an. Was mit dem Schwert vor ihnen geschieht, bestimmen sie. Erinnern sie sich an ihre Energie, streifen sie die Fesseln und die Augenbinde ab und wagen sie den nächsten Schritt. Der Weg vor ihnen ist frei.

Aussage: Ich befreie mich jetzt. Mein Blick ist nach vorne gerichtet ich spüre meine Kraft.

Interpretation: (innerliche) Fesseln, der Sklave seiner selbst sein, Verausgabung, körperlich und psychisch am Ende des Latein sein, Kraftlosigkeit, Krankheit, Stillstand, Unsicherheit

Umgedrehte Karte: Schicksalsschlag, Unfall, Widerstand, Verrat