10 der Schwerter

Kurz: Große Ereignisse greifen in Ihr Leben ein. Sie fühlen sich verraten. Möglicherweise haben Sie nicht alles getan, was getan werden konnte.

Am Ende der Schwertreise steht die Niederlage. Durchbohrt von zehn Schwertern liegt ein Mann am Ufer eines Sees. Seine rechte Hand noch wie im Schwur, vielleicht der Schwur, nie mehr zu kämpfen. Am Horizont wird es hell und klar.

Diese Karte gehört sicherlich zu den schreckerregendsten des ganzen Tarot. Zeigt sie doch demjenigen, der sie zieht das Ende einer Ära oder eines Weges, das Aufgeben aller bisherigen Bemühungen.

Sie haben es versucht und sind gescheitert. Ganz deutlich zeigt die Karte, dass derjenige verloren ist, der nur auf die Kraft des Verstandes baut. Der Verstand bohrt sie fest und hindert sie daran in das Wasser der Erfahrungen zu tauchen, zu schwimmen und dadurch zu den Bergen der Erkenntnis zu gelangen, die vom Licht der Weisheit erleuchtet sind. Erfahrungen werden im See des Lebens gemacht und nicht am festen Ufer des Verstandes. Dort mögen Theorien über das Leben entstehen, aber niemals das Leben selbst. Das Licht am Horizont sagt ihnen auch: Es kommt die Wende.

Manchmal muss etwas sterben, damit wir Klarheit erhalten.

Aussage: Ich lasse nun mein Herz sprechen. Ich weiß, dass auch jetzt das Licht da ist.

Interpretation: Abscheuliches Ende; das Äußerste, was ein Mensch ertragen kann, Leid, Schwermut, Untergang, Katastrophe, Ausschreitung; Niederträchtigkeit, Tod, etwas mit Gewalt ein Ende bereiten

Umgedrehte Karte: Vorteil, Glück, Gewinn - aber nicht von bleibender Dauer