Einfluss der Gestirne

Wir wissen, dass die Himmelskörper das All mit solcher Präzision durchwandern, dass sie auch in Tausenden von Jahren weniger als eine Minute von ihrem originalen Pfad abweichen. Daher kann es uns nicht erstaunen, dass astrologische Einteilungen, in Urzeiten festgehalten, noch heute stimmen.

Wussten Sie z.B. dass die Alten vor 2000 Jahren bereits das Erscheinen der Äquinoktien (Präzession des Frühlingspunktes) errechnet hatten, eine Erscheinung, die nur alle 25,827 Jahre eintritt? Und das die moderne Astronomie (die sich aus der Astrologie entwickelt hat) dies erst vor kurzem beweisen konnte? Wie aber kamen die Alten darauf, dass es direkte Beziehungen zwischen Himmelskörpern und Lebewesen oder Klimaveränderungen auf der Erde geben könnte? Auch diese Frage lässt sich heute wissenschaftlich angehen:
Es streitet heute niemand mehr ab, dass der Mond einen sehr starken Einfluss auf uns ausübt. Wie Sie wissen, verursacht er Ebbe und Flut, d.h., sein Einfluss ist besonders ausgeprägt bei Wasseransammlungen. Da aber nun der menschliche Körper zu 70 % aus Wasser besteht (Wasser im Blut, im Urin und in den Geweben, die unsere Organe bilden), leuchtet es ein, warum der Mondeinfluss auf den Menschen beachtlich sein kann. Was früher umstrittene Theorie war, wurde inzwischen von Wissenschaftlern (bes. im Bereich der Medizin) hinreichend bewiesen. Kranke reagieren noch stärker auf die Mondschwingungen, da ihre Widerstandskraft geschwächt ist. Wenn wir nun bedenken, dass der Mond (nach Merkur) der zweitkleinste Himmelskörper in unserem Sonnensystem ist, dann verstehen wir auch die Hypothese, dass die grösseren Gestirne u. U. noch einen weitaus stärkeren Einfluss auf uns haben können.
Denken Sie nur einmal daran, wie die Sonne unsere Gesundheit und Stimmung verändern kann. Den prägenden Einfluss sehen Sie am besten, wenn Sie ausgesprochene Südvölker (mit viel Sonne) mit Nordvölkern vergleichen. Wie unterschiedlich sich doch Sonnenmenschen (z.B.Mexikaner) von Sonnendefizitmenschen (z.B. Skandinavier) entwickelt haben!

Wenn wir also akzeptieren, dass sowohl der Mond als auch die Sonne einen ungeheuren Einfluss auf uns ausüben können, warum fällt es dann so schwer zu glauben, dass auch andere Himmelskörper gewisse "astrale Schwingungen" besitzen, die uns zu beeinflussen vermögen?
Hier einmal eine Übersicht der Größe der einzelnen Gestirne (Durchmesser in Meilen - 1 Meile = 1,6 km):
Merkur: 2.000
Mond: 2.100
Mars: 4.913
Venus: 7.510
Erde: 7.913
Uranus: 33.000
Saturn: 71.900
Jupiter: 88.390
Sonne: 860.000

Wenn wir jedoch zugeben, dass solche Einflüsse vielleicht stattfinden, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt, den Augenblick der Geburt berechnen zu wollen. Oder die astralen Schwingungen bestimmter Tage auszuwerten, um mit diesen Schwingungen zu leben statt gegen sie. Vielleicht leuchtet uns die Forderung der Alten mehr ein:
Der Mensch kann nur so lange harmonisch mit sich und seiner Umwelt leben, solange er sich in Harmonie mit den großen Strömungen des Universums befindet.

Heute wissen wir, dass ein einzelnes Neuron (Nervenzelle) ein Mini- Universum darstellt. Sollte ein Partikelchen dieses Mikro-Kosmos gegen die Strömungen seines Universums arbeiten wollen, so würde dies ein Chaos innerhalb der Zelle verursachen. Sollte die Erde, die ja nur ein Partikelchen des riesigen Universums (deren es womöglich viele gibt) gegen die Strömungn ihres Makrokosmos reisen wollen, würde dies ein Chaos innerhalb unseres Sonnensystems oder gar Universums geben. Warum aber fällt es uns so schwer zu akzeptieren, dass auch der Mensch nach gewissen Schwingungen oder Strömungen leben sollte, und dass Disharmonie, Unordnung, Chaos, Verwirrung (vielleicht sogar, wie die Japaner, Chinesen, Hindus u. a. glauben, Krankheit) eine Folge davon sind, dass der Mensch eben gegen diese Strömungen zu schwimmen versucht? Es bleibt relativ egal, welches System jemand verwendet, um diese Harmonie zu finden. Ob im Bereich der Religion, der Mystik, des Okkulten oder der Wissenschaft. Wesentlich ist lediglich, dass er nicht gedankenlos in den Tag hineinlebt, dass er nicht Raubbau treibt, dass er sich Gedanken macht, wer er ist und was er zu erreichen trachtet. Denn ich glaube, dass der suchende Mensch die Harmonie auch finden wird; vielleicht weil wir alle im tiefsten Inneren unseres Ich noch vage Erinnerungen an Urzeiten haben, als der Mensch diese Harmonie mit sich und der Natur einmal besessen haben muss. Vielleicht ist die Numerologie ein Vehikel, um diese Harmonie zu erreichen. Viele Numerologen, sowie Tausende und Abertausende von Anhängern in den angelsächsischen Ländern glauben es.

basierend auf Vera F. Birkenbihl