Baumsuche

Der analoge Weg
Für uns Zauberer nehmen Entsprechungen von Dingen der Welt einen großen Platz bei der Arbeit ein.
Es gilt das Prinzip: Je mehr Prinzipien sich bei einer magischen Arbeit entsprechen, um so wirkungsvoller wird die Arbeit ausfallen.
Diesen analogen Weg können wir auch beim Fertigen der Runensteine einschlagen, er ist etwas für die Intellektuelleren von uns, und es heißt nicht, dass dieser Weg wirkungsvoller sein muss als der, der sich auf die Intuition, das innere Wissen und den Instinkt verlässt.

 

Der intuitive Weg
Wir haben als Menschen immer die Möglichkeit, uns führen zu lassen.
Führer können Geistwesen, Gottheiten, -Zu-fälle- oder ein guter Freund sein. Vielleicht stolperst Du bei einem Spaziergang über einen Ast, welcher sich für die Herstellung von Runensteinen anbietet. Dann solltest Du ihn auch mitnehmen, es ist ein Geschenk. Du kannst Dich auch bewußt auf die Suche nach dem Baum oder Strauch machen, der den richtigen, Dir entsprechenden Ast für Deine Runensteine bereithält.
Gehe raus in die Natur und stelle im Geiste die Frage: Welcher Baum hat das, was ich suche, gerade jetzt für mich?
Du wirst die Führung, welche sodenn einsetzt, deutlich spüren können. Plötzlich wirst Du Dich vor dem entsprechenden Baum oder Strauch wiederfinden. Sorge Dich nicht darum, ob es jetzt die richtige Art ist oder nicht, beobachte ganz einfach, sei achtsam und nimm alles um Dich herum wahr.
Setze Dich unter den Baum, nachdem Du ihn begrüßt hast, und schließe die Augen. Achte auf die Gedanken und Bilder, die sich einstellen, und komme, ohne sie zu bewerten, zur Ruhe. Fühle Dich in das Wesen des Baumes hinein, spüre die Krone, die Blätter, die Wurzeln und werde so selbst zum Baum. Ob Du dabei jetzt sitzt oder steht oder liegst, ist völlig egal, mach es so wie es Dir entspricht. Wenn Du Deine Wurzeln spürst, Dich nichts mehr umwerfen kann, dann stelle die Frage, ob dieser Baum Dir erlaubt, von ihm ein Stück mitzunehmen, um Runensteine oder ein Amulett daraus herzustellen.
Die Antwort kommt sofort und deutlich. Bedanke Dich, und wenn Du Lust hast, kannst Du Dich nun weiter mit dem Baum unterhalten. Solche Gespräche sind sehr erfrischend und klären den Geist.
Vielleicht hat der Baum in der Zwischenzeit für Dich einen Ast abgeworfen. Diesen solltest Du dann auch als Geschenk annehmen. Wenn Du sägen mußt, so tue dies bitte behutsam und verarzte die entstandene Wunde mit Erde oder Lehm, damit er nicht länger als nötig bluten muß.
Bedanke Dich auch bei dem kleinen Volk und den Geistern des Waldes, indem Du einen Löffel Honig oder Kräuter für sie opferst. Manchmal werden wir auf einer solchen Baumsuche auch zu einem Baum geführt, der unsere Hilfe benötigt. Wenn dies der Fall sein sollte, dann gib ihm Kraft und mache eine Zeremonie für ihn, wenn es nötig ist. Dazu braucht es keine fremde Anleitung. Bäume sind wie alles andere auf unserem Planeten Lebewesen, und man kann sich mit ihnen unterhalten. Plätze oder Bäume sagen einem sehr genau (vorausgesetzt, man ist bereit, zuzuhören), was sie brauchen, und für eine wirkungsvolle Zeremonie der Heilung brauchst Du nur innerlich wie äußerlich loszulassen. Sei Werkzeug der Kräfte für diesen Moment, denn dafür bist Du da, Mensch! Wenn Du in Dir einen anderen Weg der Kommunikation mit Bäumen hast, dann gehe diesen Weg.
Diese Meditation soll hier nur als Anregung dienen, nicht als Muß auf dem Weg zur Erkenntnis, denn die geht bei uns allen ihre eigenen Wege. Diese Anregungen mögen auch dazu dienen, Dir am Anfang etwas Sicherheit zu vermitteln, wenn Du bereits einen ähnlichen Umgang mit Bäumen und anderen Lebewesen pflegst, Dir aber noch nicht vertraust.

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