Herstellung von Runensteinen

Zunächst mußt Du Dir über die Frage klar werden, aus welchem Material Du die Runensteine herstellen möchtest.
Am gebräuchlichsten sind Holz und Ton. Ersteres braucht bloß geschnitten, geritzt und gefärbt zu werden, letzterer muß sorgfältiger bearbeitet werden und eignet sich wohl eher für Menschen, die schon den Umgang damit gewohnt sind.
Selbstverständlich kannst Du Deine persönlichen Runensteine auch aus jedem anderen geeigneten Material herstellen, wenn Dir etwas einfällt. Notfalls kann man auch auf die Ritzung verzichten und die einzelnen Runen auf Kiesel malen. Nichts ist unmöglich. Es gibt keine Vorschriften, wie man Runensteine richtig macht.
Laß Deine Phantasie und Deinen Geschmack entscheiden!
Wenn Du Dich für das Material Holz entschieden hast, empfehle ich Dir, in den Wald zu gehen und Dir einen brauchbaren Ast zu suchen, der sich für die Herstellung von Runensteinen eignet.
Du kannst Dich ganz frei von Deinem Gefühl leiten lassen, oder Du läßt Dich von Deinen Geistern zum richtigen Platz und Baum führen; Du kannst aber auch gezielt eine Holzart aussuchen, entweder aus Gründen des persönlichen Geschmacks, oder aus Gründen der analogen Magie, zu der ich gleich kommen werde.

Für die Form der Runensteine gibt es keine Vorschrift. Es hat sich jedoch die runde oder abgerundete Vierkantform bewährt. Diese runden Holzscheibchen (Auf die Herstellungsanleitung für Runensteine aus Ton verzichte ich hier.) werden also aus einem Ast gesägt; die Größe richtet sich nach Deinem persönlichen Geschmack - bedenke dabei die Handlichkeit.
Du brauchst also einen Ast einer vorher ausgesuchten Holzsorte, welcher gut abgelagert und nicht gerissen sein sollte. Das Holz muß trocken sein.
Jetzt brauchst Du noch eine Säge (Laubsäge tut es) und Schmirgelpapier mit einer Körnung von 100 bis 400; ein scharfes Schnitzmesser oder einen Fräser, wie man ihn zum Gravieren benutzt, sowie rote Lackfarbe.
Vom Nagellack bis zur Biofarbe kannst Du alles verwenden, es sollte sich eben nur nicht abgreifen. Wenn Du es ganz archaisch und historisch machen willst, dann färbst Du die Runen-Zeichen mit Deinem eigenen Blut.
Den Ast sägst Du in 24 Scheiben, deren Stärke wiederum von Deinem persönlichen Geschmack abhängt. Eine glatte Oberfläche hat sich als nützlich erwiesen und sieht für mich auch schöner aus. Wenn Du es archaisch magst, mußt Du's natürlich nicht glatt schleifen.
Die 24 Scheiben werden anschließend mit einem nicht zu stark fettendem Öl dünn eingerieben und für einen Tag liegen gelassen. Das kann man machen, muß aber nicht sein.
Sodenn werden die 24 Runen in der Reihenfolge des Futharks in die einzelnen Scheiben geschnitzt oder gefräst. (Wenn Du einen 100 Watt-Lötkolben besitzt, kannst Du sie auch einbrennen, doch nur dann, wenn Du sie nicht färben willst.) Laß Dir Zeit bei der Arbeit und arbeite konzentriert. Läßt die Konzentration nach, lege die Arbeit beiseite. Du mußt keinen Weltrekord brechen. Es geht bei den Runensteinen um ein magisches Werkzeug.
Ich habe Menschen getroffen, die für die Herstellung ihrer Runensteine zwei Jahre gebraucht haben, und es waren schöne, kraftvolle Runensteine geworden! Bist Du mit dem Schnitzen oder Fräsen fertig, werden die Runen noch gefärbt, möglichst in Rot, und sie sind fertig. In den kommenden Tagen können sie dann geweiht werden. Besonders kraftvoll werden die Runensteine, wenn wir sie bei zunehmendem Mond bearbeiten und dann bei Vollmond weihen. (Bevorzugst Du die Dunkle Seite der magischen Arbeit, dann empfehle ich Dir, sie zu Schwarzmond zu weihen.)

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