Mit Runen arbeiten

Geheimschrift
Auch dazu kann man die Runen verwenden. Um bestimmte Texte nur einem bestimmten Kreis zugänglich zu machen. Den Kreis derer, die die Runen kennen.

Magie
Runen sind Magie, enthalten Magie. Mit Runen kann man heilen (z.b. Uruz auf den Bauch gemalt hilft hervorragend gegen Regelschmerzen, mit Laguz kann man Verstopfung kurieren, Ansuz wirkt als "Durchputzer" für die Chi-Kanäle). Mit Runen kann man Amulette komponieren durch Kombination von bestimmten Runen. Man nennt dies auch Binderunen, weil dabei die verwendeten Runen verbunden, zu einer Einheit verschmolzen werden. Mit Runen kannst man seine verborgene Fähigkeiten und Talente in sich wecken. Sie wirken dabei wie ein Verstärker. Auch die Runen können nichts herbeizaubern, doch sie können das, was potentiell verhanden ist, offenlegen und verstärken.

Divination
Natürlich kann man die Runen auch zur Weissagung verwenden. Wie beim Tarot gibt es auch hierfür zahlreiche Lege- bzw. Wurf-Varianten. Zum Teil kann man sogar Legarten aus dem Tarot für die Runen vrewenden. Wichtig ist hierbei immer ein Blick auf die Gesamtaussage, darauf, wie die einzelnen geworfenen Runen miteinander harmonieren - oder auch nicht. Sehr interessant sind die verdeckten Runen, also jene, die mit dem "Gesicht" nach unten zu liegen kommen. Denn deren Bedeutung musst du im wahrsten Sinn des Wortes erst noch aufdecken, sie geben wichtigen Hinweis auf die Fragestellung - bzw. deren Antwort. Was bereits beim Tarot gilt, gilt bei den Runen umso mehr: Versteife dich nicht auf festgelegte Begriffe und Bedeutungen der einzelnen Runen. Versuche lieber, die Rune als eine Grundtendenz zu sehen, die in ihrer Bedeutung unzählige Aspekte und Varianten hat. Wie ein Kristall ja auch immer wieder etwas anderes reflektiert, je nachdem, welches Licht auf welche Facetten geworfen wird. Ich hoffe, hier einen kleinen Einblick gegeben zu haben in die Arbeit mit Runen. Runen möchten Freunde sein und auch als solche behandelt werden. In gewisser Weise sind sie eher Lebewesen als "Hilfsmittel".
Wer sich auf das Abenteuer Runen einlassen will, sollte das ganz und nicht nur halbherzig machen. Es gibt keine Vorgaben, dass man innerhalb eines Monats mit allen Runen durch sein muss oder sowas. Nimm dir alle Zeit die du brauchst. Es gibt viele und gute Bücher über Runen, doch all das Lesen wird dir nichts bringen, wenn du dich nicht mit den Runen auseinandersetzt, sie im wahrsten Sinn des Wortes begreifst. Auch hab ich immer wieder festgestellt, dass ein Austausch mit anderen Runenlehrlingen (und "Meisterinnen") wesentlich mehr bringt als jedes noch so tolle Buch darüber. Dennoch möchte ich einige Bücher zum Thema nennen.

Eins noch.
Wenn du dich mit den Runen soweit vertraut gemacht hast, dass du das Gefühl hast, "fit" zu sein, solltest du dir ein neues Set anfertigen. Du wirst wissen, wann dieser Zeitpunkt gekommen sein wird. Nun sollte das Material auch etwas dauerhafter sein. Du kannst z.b. Holzscheiben nehmen und diese ritzen oder brennen, Kieselsteine, Leder, Knöpfe, Salzteig, Knochen - erlaubt ist, was gefällt. Wichtig ist, dass die einzelnen Teile in etwa gleich groß sind und in etwa gleich aussehen. Beim Anfertigen jeder einzelnen Rune kannst du nun bereits dein ganzes Wissen mit hineinlegen. Wenn du magst, kannst du das fertige Set an Vollmond weihen. Denk dabei bitte auch daran, für dich selber um Klarheit zu bitten, damit du auch erkennst, was die Runen dir sagen wollen.